Der dritte „Mazda Make Things Better Award“ wurde an die spanische Vloggerin und Journalismus-Absolventin Patricia Charro Herrera verliehen. Die 22-Jährige beabsichtigt das Preisgeld von 10.000 Euro für die Produktion einer Video Dokumentation und die Durchführung von Workshops zu nutzen, mit denen sie auf die Notlage von Flüchtlingen aufmerksam machen möchte. Der Award wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen und zeichnet innovative, kreative und effektive Projekte aus, die mit modernen Kommunikationsmaßnahmen für eine gute Sache werben und das Leben vieler Menschen verbessern können.


Auf ihrem Video-Blog www.homeworldit.org strebt Herrera als Folge der enormen Vertreibung von Menschen aus ihrer Heimat nach einer neuen Definition des Begriffs „Heimat“. Auch die Video Dokumentation „Home World“ und die Workshops, die Herrera zusammen mit ihrer Assistentin Verónica González mit dem Preisgeld finanzieren wird, befassen sich mit den Definitionen von „Heimat“ und „Zuhause“. 


„Das Projekt fokussiert die Herausforderungen, die schutzbedürftige und gefährdete Menschen heutzutage bewältigen müssen – Menschen, die ihr Zuhause und ihre Heimat verlassen mussten und ein komplett neues Leben anfangen müssen“, erläutert Patricia Charro Herrera. „In ‚Home World‘ wird deutlich, dass eine Heimat vielmehr ein Platz in unserem Herz und Kopf als ein physischer Ort ist. Verónica und ich freuen uns sehr darüber, dass wir das Projekt nun umsetzen können.“


Für die Dokumentation wird Patricia Charro Herrera gemeinsam mit Verónica González mehrere Monate in vier verschiedenen Flüchtlingslagern filmen. Der Film wird die Geschichten von Flüchtlingen widergeben und die psychologischen Folgen aufzeigen, die sie von der Zerstörung und Bedrohung ihrer Heimat davon getragen haben. Ziel ist es mit dem Film, der Anfang 2017 fertig sein soll, ein besseres Verständnis von dem Konzept „Heimat“ und gleichzeitig eine psychologische Unterstützung für die Neuankömmlinge zu schaffen.


Die Dokumentation bildet die Basis für eine Serie von Workshops, die in Sozialeinrichtungen, Flüchtlingslagern und anderen Orten europaweit organisiert werden, um einerseits den Migranten das Gefühl von Heimat und Zuhause näher zu bringen und andererseits Toleranz und Akzeptanz bei der Bevölkerung des Gastgeberlandes zu schaffen. 


„Patricia Charro Herrera richtet auf innovative Art die Aufmerksamkeit auf eines der dringendsten sozialen und politischen Probleme der heutigen Zeit“, sagt Wojciech Halarewicz, Vice President Communications bei Mazda Motor Europe. „Das Projekt ist wichtig, weil es mit modernen Kommunikationsmaßnahmen das Leben vieler Menschen verbessert und damit das Ziel des Awards eindeutig erfüllt. Den Begriff ‚Heimat‘ in Frage zu stellen und eine neue Perspektive des Konzepts zu eröffnen, das eines der grundlegendsten Rechte von Menschen ist, passt zu unserer Marke.“


Das Projekt wurde aus insgesamt 50 Bewerbungen ausgewählt, die letztes Jahr im November in Barcelona während des 15. Weltgipfel der Friedensnobelpreisträger eingereicht wurden. Die erste Auszeichnung gewann der 24-jährige Medizinstudent Antti Junkkari, der den Zuschuss für eine informative Radiokampagne gegen Schusswaffengewalt in Afrika nutzte. Gewinnerin des zweiten  Awards war die 21-jährige Studentin Yuka Kawamura aus Japan. Kawamura erhielt die Auszeichnung für ihr Projekt „Worldwide Online Tutoring/Mentoring by Youth for Youth“ und verwendete das Preisgeld von 10.000 Euro für die Entwicklung einer interaktiven Online-Plattform, auf der Jugendliche aus aller Welt von Studenten unterrichtet werden können.

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