Vom Außenseiter zum Trendsetter
"Globalisierung", heute als geflügeltes Wort in aller Munde, ist noch nicht erfunden, als Mazda sich 1972 anschickt, auf dem deutschen Automarkt Fuß zu fassen. In Japan blickt das Unternehmen bereits auf eine über 50-jährige Firmengeschichte und die Produktion von mehr als 5 Mio. Fahrzeugen zurück.
Die 70er: Qualität, die sich herumspricht
Anfang März 1973 nimmt die Mazda Motors (Deutschland) GmbH in Hilden bei Düsseldorf ihre Tätigkeit auf. Das Fahrzeugangebot umfasst die Modelle 818, 616 sowie den RX-3. Unter Insidern genießt die Marke schnell einen guten Ruf. Während nämlich andere Hersteller die Klappe vor dem Handschuhfach noch als Sonderausstattung anbieten, sorgt Mazda mit komplett ausgestatteten Autos zu günstigen Preisen für Aufsehen.
1977 setzt Mazda den etablierten Marken mit dem neuen 323 ein gelungenes Kompaktfahrzeug entgegen. Mit Erfolg: Ende des Jahres sind insgesamt 15.400 Neuzulassungen zu vermelden. 1979 folgt der Umzug nach Leverkusen-Hitdorf, wo Mazda Motors (Deutschland) bis heute zu Hause ist.
Die 80er: Mazda nimmt Fahrt auf
Auf den Aufbau folgt der Ausbau. Die 80er Jahre sind geprägt von stetig steigenden Verkaufszahlen. Der Mazda 323 wird nach seiner Umstellung auf Frontantrieb 1980 zum erfolgreichsten japanischen Auto in Deutschland. 1983 übernimmt Mazda erstmals die Pole Position unter den japanischen Anbietern auf dem deutschen Automobilmarkt. Meist verkauftes Auto aus Fernost ist der neue Mazda 626.
Auch in puncto Produktqualität setzt Mazda Maßstäbe: Auf alle PKW- und Kombi-Modelle gewährt der Hersteller eine Durchrostungsgarantie von 6 Jahren. Außerdem werden sowohl der 323 als auch der 626 von bedeutenden deutschen Fachmagazinen ausgezeichnet. Hinzu kommen hervorragende Testergebnisse in der ADAC-Pannenstatistik und in TÜV-Autoreports.
Als in Deutschland 1985 mit den neuen Abgasvorschriften der Einbau von Katalysatoren vorgeschrieben wird, hat Mazda gute Karten. Aufgrund entsprechender Vorschriften in Japan und den USA ist diese Technik für den Hersteller längst kein Neuland mehr.
Neben der Produktqualität wird bei Mazda auch der Kundenservice groß geschrieben. Ab 1988 sorgt eine systematische Automatisierung dafür, dass jeder Händler in Deutschland innerhalb von 24 Stunden im Besitz des bestellten Teiles ist. Und um in Zukunft noch besser auf die Bedürfnisse des europäischen Marktes eingehen zu können, gründet das Unternehmen das neue Research & Development Center in Oberursel bei Frankfurt.
Die 90er: Chancen und Risiken
Im Zuge der Wiedervereinigung 1990 wächst Deutschland um 18 Mio. Einwohner. Der Aufbau eines Händlernetzes in den neuen Bundesländern wird dementsprechend bei Mazda zur wichtigsten Aufgabe. Im gleichen Jahr würdigt Mazda die Öffnung des Ostens mit einem ganz besonderen Event: Mit 6 Mazda Fahrzeugen (323, 626 und E2000) fährt ein Team aus Deutschen, Russen und Japanern die 15.000 km lange Strecke von Hiroshima nach Leverkusen – quer durch die ehemalige Sowjetunion.
Der in der ersten Hälfte des Jahrzehntes sehr schwierige deutsche Automarkt macht auch Mazda zu schaffen. Mitte der 90er Jahre ist die Talsohle aber überwunden. 1997 startet Mazda eine beispielhafte Modelloffensive und greift 1999 wieder erfolgreich nach dem 1. Platz unter den japanischen Automobilunternehmen in Deutschland.
Mazda im 21. Jahrhundert: konsequent dynamisch
Mit Beginn des neuen Jahrtausends setzt Mazda auf die konsequente Erneuerung seiner Produktpalette und ein durchgängig dynamisches Design. Damit profiliert sich das Unternehmen in Deutschland als ein Hersteller, der innovative technologische und formale Konzepte entwickeln und erfolgreich in Serienproduktion umsetzen kann. Steigende Verkaufszahlen und die hohe Kundenzufriedenheit zeugen von der Qualität der neuen Mazda Modelle.
Heute steht Mazda in Deutschland für Automobile mit neuester Technologie, modernem Design, hoher Zuverlässigkeit und einem überragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Und natürlich für Automobile mit viel Fahrspaß und dem einzigartigen Zoom-Zoom Gefühl.